Informationen zu möglichen Promotionsvorhaben an der Arbeitsgruppe:
Es handelt sich stets um kumulative Promotionen. Stipendien können gerne gemeinsam beantragt werden. Auch Promotionsvorhaben aus anderen Fakultäten (vor allem der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Fakultät) unter Drittmittelfinanzierung sind möglich. Voraussetzung sind Interesse an funktioneller Neurowissenschaft sowie gute bis sehr gute Kenntnisse in englischer Sprache. Wissenschaftliche Vorkenntnisse und/oder Kenntnisse im Umgang mit Auswertung umfangreicher Datensätze wären ideal. Die Arbeitsgruppe ist gut international vernetzt und ein internationaler Austausch ist möglich. Informationen per email über den Leiter der Arbeitsgruppe (siehe Mitarbeiter).

Folgende Themenbereiche stehen derzeit zur Verfügung:

Thema 1: Die Rolle der Insel zur emotionalen Verarbeitung
Mittels Läsionskartierung bei Patienten nach Schlaganfall sowie funktionellen Untersuchungen wird die Beeinträchtigung des emotionalen Erlebens nach Schädigung des Inselkortex erforscht. Das Projekt ist in Kooperation mit der Schlaganfalleinheit der Neurologie sowie der Biologischen Psychologie. Eine DFG-Förderung ist abgelaufen; es geht jetzt um die Auswertung und Verwertung der gesammelten Daten. Es besteht zudem die Möglichkeit experimentelle Erfahrung zu sammeln bei zusätzlichen Messungen unter Anleitung.
Link: www.baltic-imaging-center.de/projekte/antizipatorische+emotion+und+die+funktion+des+insulaeren+kortex.htm

Thema 2: Schmerzforschung zu temporomandibulären Schmerzen
Schmerzen im Bereich des Kiefergelenkes sind häufig stressinduziert und betreffen 5mal häufiger Frauen als Männer. In Kooperation mit der Zahnklinik arbeiten wir in einem bereits durch die DFG geförderten Projekt an den neurowissenschaftlichen Grundlagen um diese Erkrankung und deren Therapie zu verstehen.
Link: www.baltic-imaging-center.de/projekte/cerebrale+repraesentation+des+aufbisses.htm


Thema 3: Biomarker für chronisch-neuropathische Schmerzen
Neuropathische Schmerzen sind besonders intensiv und quälend. Sie sind fast immer mit Biomarkern assoziiert, die helfen könnten anfällige Patienten zu identifizieren und individualisierte Therapien zu optimieren. Wir erforschen dies auch mittels Therapiestudien (aktuell gefördert durch die Else Kröner Freseniusstiftung) in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Anästhesie und der Neurologie.
Link: www.baltic-imaging-center.de/projekte/neuropathischer+schmerz.htm


Thema 4: Veränderungen der grauen Substanz des Gehirns unter Auswertung epidemiologischer Datensätze
Das Gehirn des Menschen ist kontinuierlichen strukturellen Veränderungen ausgesetzt. Stress, Schmerzen, Schulbildung und Freizeitverhalten modellieren seine Struktur. Der Big Data Ansatz ermöglicht uns über verschiedene biomathematische Verfahren Zusammenhänge darzustellen. Es gibt hierzu Kooperationen mit der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Fakultät. In diesem Bereich sind Kenntnisse im Umgang mit großen Datenmengen unbedingt erforderlich. Ein Informatiker in der Arbeitsgruppe steht hier methodisch zur Seite.
Link: www.baltic-imaging-center.de/projekte/voxel+based+morphometry+(vbm).htm