Projekte

» Antizipatorische Emotion und die Funktion des insulären Kortex

Alfons Hamm, Katharina Holtz, Julia Wendt, Martin Lotze, Alexander Lischke, Marie Süsse und Bettina von Sarnowski.
Doktoranden: Jörg Neubert, Viktoria Grunkina und Kai Klebzig

2. Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Schmerzes für unser Teilprojekt zur Empfindung von Empathie für Schmerzen anderer Personen bei Läsion des insulären Kortex an Alexander Lischke.
www.janssen-deutschland.de/press/forschung-im-bereich-schmerz-ausgezeichnet

Wir untersuchen die Rolle unterschiedlicher Inselstrukturen anhand von neuropsychologischen Untersuchungen an Patienten mit Inselläsionen und anhand von funktioneller MRT bei der Durchführung emotionaler Aufgaben.


In einer vorhergehenden Untersuchung wurde die Rolle der Insel bei der Antizipation von emotionalen Reizen untersucht. So spielt die Erwartungsangst auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung einer Panikstörung. Zur Untersuchung dieser Angst wurden Panikpatienten sowie hoch und niedrig ängstliche Studenten bei der Erwartung und Durchführung einer Hyperventilationsaufgabe untersucht. Diese Atemübung provoziert Angstsymptome. Als zweite Bedingung wird die Erwartung einer eletrotaktilen Stimulation untersucht, vor der alle Personen gleichermaßen Angst haben. Auf diese Weise soll die spezielle Angst vor Angstsymptomen oder auch die "Angst vor der Angst" untersucht werden, die in der Panikstörung eine so wichtige Rolle spielt.

Weiterführende Literatur:
Lotze M. (2018) Emotionsstörungen in der Rehabilitation. Neuroreha 10 (02), 61-65.
Lotze M. (2018) Funktionelle Anatomie der Emotionsstörungen. Neuroreha 10 (02), 66-70.
Lischke A., Lemke D., Neubert J., Hamm AO.*, Lotze M.* (*equal contribution; 2017) Inter-individual differences in heart rate variability are associated with inter-individual differences in mind-reading; Scientific Reports, in press.
Lischke A., Domin M., Freyberger H.J., Grabe H.J., Mentel R., Bernheim D., Lotze M. (2017) Structural alterations in the corpus callosum are associated with suicidal behavior in women with borderline personality disorder. Frontiers in Human Neuroscience, 11:196.
Grunkina V.*, Holtz K*, Klepzig K., Neubert J., Horn U., Domin M., Hamm A., Lotze M. (2017) (*equal contribution) The anterior left insula as a monitor of bodily reaction and felt chill – a case-control functional imaging study. Frontiers in Neurosci, 10:670.
Wattendorf E., Westermann B., Lotze M., Fiedler K, Celio M.R. (2016) Insular-cortex activity and the evocation of laughter. Journal of Comparative Neurology, 524(8):1608-15.
Holtz K., Pané-Farré C.A., Wendt J., Lotze M., Hamm A.O. (2012) Brain activation during anticipation of interoceptive threat. Neuroimage 61(4):857-65.
Kreutz G., Lotze M. (2007) Neuroscience of music and emotion. In: Neurosciences in Music Pedagogy. New York: Nova Science, 143-167


Einweisung der Inselarbeitsgruppe in das neue Psychophysiologielabor am 23.6.14


Förderung durch die DFG ab Frühjahr 2014 (LO792/22-1). Start des 3-jährigen Projekts: 1.4.2014
2013: Diplomarbeit von Kai Klepzig zu peripherphysiologischer Messung bei positivem und aversivem Chill-Erleben.
2015: Diplomarbeit von Henriette Hacker mit dem Thema: "Neuronale Korrelate Schauerreaktionen induzierender Musik"
2016: Bachelorarbeit der Humanbiologin Sina Warwas zur fMRT und SCR bei Chill-Erleben bei Gesunden.